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Kürbis ist das typische Herbstgemüse: Hokkaido kannst du mit Schale kochen, Butternuss hat wenig Kerne und viel Fruchtfleisch, Spaghettikürbis zerfasert nach dem Garen zu Fäden. Mit intakter Schale lagerst du ihn kühl, dunkel und trocken mehrere Wochen, angeschnitten hält er sich im Kühlschrank nur wenige Tage. Früher galt Kürbis als Arme-Leute-Essen oder wurde sogar als Viehfutter verwendet, das hat sich zum Glück geändert. In diesem Kürbis-Guide erfährst du, welche Sorten es gibt, wie du Kürbis schälst, einkaufst und lagerst und wie die Kürbissuppe und der Ofenkürbis gelingen.

Kürbisse findest du bei uns in der Kategorie Zucchini, Melanzani & Kürbis. Weitere Ideen liest du im Beitrag Frische Ideen mit Kürbis.

Welche Kürbissorten gibt es?

Insgesamt gibt es über 800 Kürbissorten, da kann man schon mal den Überblick verlieren. Die bekanntesten Sorten im mitteleuropäischen Raum sind:

Hokkaido

Der Hokkaido ist wohl der beliebteste Kürbis bei uns. In der gängigsten Form wiegt er 1 bis 2 Kilogramm. Seine Schale ist leuchtend orange und kann mitgegart und mitgegessen werden, deshalb ist er besonders unkompliziert in der Zubereitung. Hokkaido wird gern zu Suppe verarbeitet, schmeckt aber auch in Aufläufen und Currys und sogar gebacken in Kuchen und Keksen.

Butternuss-Kürbis

Der Butternuss-Kürbis (englisch Butternut) ist birnenförmig und wiegt etwa 1 bis 2 Kilogramm. Im Vergleich zu vielen anderen Kürbissorten hat er wenig Kerne und deshalb viel Fruchtfleisch. Sein Name kommt vom feinen, butterartigen Aroma. Du kannst ihn gebraten, gebacken, gekocht und püriert verwenden. Frischen Butternuss-Kürbis findest du bei uns im Shop.

Muskatkürbis

Der Muskatkürbis hat dunkelorangefarbenes, aromatisches Fruchtfleisch und eine feste Schale, die du vor dem Kochen entfernst. Er eignet sich für Suppen, Aufläufe und Backwaren.

Spaghettikürbis

Spaghettikürbisse erkennst du an ihrer oval-länglichen Form. Die Farbe reicht von Cremegelb bis zu sattem Sonnengelb. Er wird selten schwerer als zwei Kilogramm. Seinen Namen verdankt er der Besonderheit, dass sein Fruchtfleisch nach dem Garen in spaghettiartige Fäden zerfällt.

Wie schälst du einen Kürbis?

Es ist eigentlich ganz einfach: Der Hokkaido muss gar nicht geschält werden, du kannst die Schale einfach mitkochen. Die Schale der meisten anderen Sorten bleibt auch beim Kochen lange hart, sodass das Fruchtfleisch innen verkochen würde. Diese Kürbisse bereitest du so vor:

  1. Halbiere den Kürbis mit einem scharfen, großen Küchenmesser.
  2. Kratze die Kerne und Fasern mit einem Esslöffel aus den Hälften. Entferne dabei nur so viel Fruchtfleisch wie nötig.
  3. Lege die Hälften mit der Schnittfläche auf das Brett, so haben sie guten Halt.
  4. Schneide die Schale mit einem Messer oder einem Sparschäler von oben nach unten ab und zerteile das Fruchtfleisch je nach Rezept.

Die Kürbiskerne kannst du aufbewahren, trocknen und rösten. Sie schmecken als Snack, im Salat oder auf der Suppe. Auch Kürbiskernöl gehört in der Steiermark traditionell zu vielen Gerichten.

Wie kaufst und lagerst du Kürbis richtig?

Einen reifen Kürbis erkennst du daran, dass er hohl klingt, wenn du darauf klopfst. Die Schale sollte unbeschädigt und fest sein, ohne weiche Stellen. Mit intakter Schale lagerst du einen Kürbis an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort, so hält er mehrere Wochen, manche Sorten sogar länger. Angeschnitten bewahrst du ihn abgedeckt im Kühlschrank auf und verbrauchst ihn innerhalb weniger Tage. Aus einem Kilo Kürbis erhältst du je nach Sorte etwa 600 bis 700 Gramm Fruchtfleisch. Weitere Tipps zum Aufbewahren von Obst und Gemüse liest du im Beitrag Obst und Gemüse zu Hause lagern.

Was kochst und backst du mit Kürbis?

Das Kürbisfleisch lässt sich in den verschiedensten Gerichten verwenden. Sogar die Kerne können geröstet oder zu Öl verarbeitet werden. Neben der klassischen Kürbissuppe gibt es viele weitere Möglichkeiten: Kürbis schmeckt auf Flammkuchen, als Auflauf mit anderem Gemüse, gefüllt und im Ofen gebacken oder in exotischen Currys. Auch zum Backen eignet er sich überraschend gut, ob im Kuchen, in Muffins oder Keksen. Mit ein wenig Kokos, Rosinen und Zimt werden kühle Herbstabende damit gleich gemütlicher. Eine Suppe mit Süßkartoffel findest du außerdem im Beitrag Karotten-Süßkartoffel-Suppe.

Zwei Rezepte haben wir für dich ausgesucht: die herbstliche Kürbissuppe, die einfach zur Jahreszeit gehört, und Ofenkürbis als einfache Beilage.

Kürbissuppe: der Rezept-Klassiker

Zutaten für 6 Portionen:

  • 800g Hokkaido-Kürbis
  • 600g Karotten
  • 1 Zwiebel
  • 5 cm Ingwer
  • 2 EL Butter
  • 1 l Gemüsesuppe
  • 500ml Kokosmilch
  • 1 Zitrone, gepresst
  • Salz, Pfeffer
  • Sojasauce

Zubereitung:

  1. Kürbis, Karotten, Ingwer und Zwiebel schälen bzw. putzen und in kleine Stücke schneiden. Beim Hokkaido kannst du die Schale bis auf kleine Unreinheiten dranlassen.
  2. Das Gemüse in der Butter anschwitzen, mit der Gemüsesuppe aufgießen und in 15 bis 20 Minuten weich kochen.
  3. Die Mischung sehr fein pürieren und bei Bedarf durch ein Sieb streichen.
  4. Kokosmilch einrühren und mit Salz, Pfeffer, Sojasauce und Zitronensaft abschmecken.
  5. Zum Garnieren etwas Kokosmilch darüber träufeln, dazu passen Kürbiskernöl und Kürbiskerne.

Ofenkürbis mit Kräutern

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 kleiner Hokkaido (ca. 700g)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Paprikapulver (edelsüß)
  • 1 Zweig Rosmarin oder 1 TL getrockneter Thymian
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Den Kürbis waschen, halbieren, entkernen und in Spalten schneiden. Die Schale bleibt dran.
  3. Die Spalten mit Öl, Paprikapulver, Salz, Pfeffer und den Kräutern vermengen und auf dem Blech verteilen.
  4. 25 bis 30 Minuten backen, bis die Spalten weich und an den Rändern leicht gebräunt sind.

Dazu passt ein Dip aus Joghurt oder Topfen mit Kräutern. Der Ofenkürbis schmeckt als Beilage, im Salat oder zusammen mit Reis.

Häufige Fragen

Muss man Kürbis schälen?

Beim Hokkaido nicht, seine Schale wird beim Garen weich und kann mitgegessen werden. Andere Sorten wie Butternuss, Muskat oder Spaghettikürbis werden in der Regel geschält.

Wie lange kann man Kürbis lagern?

Mit intakter Schale kühl, dunkel und trocken mehrere Wochen. Angeschnitten nur wenige Tage im Kühlschrank.

Kann man Kürbis roh essen?

Manche Sorten wie Butternuss kannst du fein gehobelt oder geraspelt roh im Salat essen. Die meisten Kürbisse schmecken gegart besser.

Wie erkennst du einen reifen Kürbis?

Er klingt hohl, wenn du darauf klopfst, und hat eine feste, unbeschädigte Schale.

Was kann man mit Kürbiskernen machen?

Du kannst sie trocknen und rösten und als Snack oder Topping für Suppe, Salat und Müsli verwenden.

Kürbis ist vielseitig, von der Suppe über den Auflauf bis zum Kuchen. Kürbisse und die Zutaten für die Rezepte bringen wir dir: In Graz bis 12 Uhr bestellt, am selben Abend geliefert. Mehr Ideen zum Nachkochen findest du in unserem Rezeptkisterl.

Aktualisiert im Oktober 2026.