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Mandarinen, Clementinen und Satsumas sehen ähnlich aus, schmecken fruchtig süß und haben zur selben Zeit Saison, sind aber drei verschiedene Früchte. Die Mandarine ist die ursprüngliche Art, die Clementine eine Kreuzung aus Mandarine und Bitterorange, und die Satsuma stammt aus Japan und ist fast kernlos. Hier erfährst du, woher die Früchte kommen, woran du sie erkennst und was du daraus kochen kannst. Alle drei findest du bei uns in der Kategorie Zitrusfrüchte.

Satsuma: Die kernlose Mandarine aus Japan

Die Satsuma stammt ursprünglich aus Südjapan. In Europa nennt man sie auch kernlose Mandarine, obwohl sie streng genommen keine Mandarine ist. Sie entstand durch Kreuzung verschiedener Mandarinensorten und durch unabhängige Mutationen. Der Name geht auf den früheren Namen eines südjapanischen Territoriums zurück.

Die Satsuma ist fast kernlos, schmeckt süß und saftig, und ihre Schale lässt sich leicht ablösen. Sie wächst auf einem kleinen, immergrünen Baum, der im Vergleich zu anderen Zitrusbäumen niedrigere Temperaturen gut verträgt. Deshalb reifen die Früchte recht früh.

Der Anbau ist seit dem 17. Jahrhundert nachgewiesen, in Europa ist die Frucht seit dem 19. Jahrhundert bekannt. In Japan ist sie die wichtigste Zitrusfrucht und nimmt knapp 60 % der Zitrusanbauflächen ein. Heute wird sie auch in Korea und China angebaut, ebenso im Mittelmeerraum, in Südafrika und in Südamerika.

Clementine: Die Kreuzung aus Algerien

Der Mönch Frère Clément beschrieb die Frucht im 19. Jahrhundert erstmals wissenschaftlich, als er den Gartenbetrieb eines Waisenhauses in Algerien leitete. Er gilt deshalb als Namensgeber. In Europa wird die Clementine oft fälschlich Mandarine genannt, tatsächlich ist sie eine Kreuzung aus Mandarine und Bitterorange.

Angebaut wird sie in Südeuropa, Florida und Afrika. Auch ihr Baum ist klein, immergrün und kältetolerant. Die Früchte werden von November bis Jänner geerntet, je nach Sorte mit oder ohne Kerne. Das Fruchtfleisch ist orange, saftig und süß. Die kräftig orange Schale hat winzige Dellen, und die Frucht sieht aus wie eine kleine Orange.

Es ist verwirrend, dass Satsuma und Clementine umgangssprachlich Mandarine heißen, obwohl sie keine sind. Was ist also die echte Mandarine?

Mandarine: Der Ursprung vieler Züchtungen

Die Mandarine ist die Namensgeberin der Gruppe und wohl die variabelste, was Größe, Form, Geschmack und Wuchs der Pflanzen betrifft. Ihre Herkunft wird in Indien oder China vermutet. Erste Erwähnungen stammen aus dem 12. Jahrhundert in China, zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam sie nach Europa.

Mandarinen sind weniger säuerlich als Orangen und lassen sich leicht mit den Fingern schälen. Die Segmente sind von einem dünnen Häutchen umgeben und lassen sich einfach teilen. Auch die Mandarine wächst an einem kleinen, immergrünen Baum, und ihre Früchte haben Kerne. Geerntet wird vorwiegend im Herbst, bei uns sind sie von Oktober bis Jänner erhältlich.

Mandarinen, Clementinen, Satsumas: Die Unterschiede im Überblick

Alle drei sehen ähnlich aus und schmecken fruchtig süß. Händler müssen die Ware richtig kennzeichnen, hier fasst du die Merkmale zusammen:

Mandarine

  • Die Mutter der meisten Zitrusfrüchte.
  • Ursprünglich aus Indien oder China.
  • Dunkelorange Schale.
  • 9 Segmente mit Kernen.
  • Herb-intensiver Geschmack, aber weniger säuerlich als Orangen.

Clementine

  • Ursprünglich aus Algerien.
  • Orangefarbene Schale.
  • 8 bis 12 Segmente mit wenigen oder keinen Kernen.
  • Süß-säuerlicher Geschmack.

Satsuma

  • Stammt aus Japan.
  • Dünnere Schale als die Clementine.
  • 10 bis 12 Segmente, sehr selten mit Kernen.
  • Süß-säuerlicher Geschmack, süßer als die Clementine.

Diese Früchte eignen sich ideal als Obst für unterwegs, denn sie sind in ihrer eigenen Schale verpackt. Mehr zu Orangen und Zitronen liest du im Beitrag Orangen und Zitronen: Die beste Zeit und zum Unterschied von Zitrone und Limette im Beitrag Zitrone oder Limette. Mit den Früchten kannst du aber auch Speisen aufpeppen. Hier drei Rezepte.

Rezept: Fruchtiges Frühstücksporridge

Zutaten für 2 Portionen:

  • 80 g extrazarte Haferflocken
  • 500 ml ungesüßter Mandeldrink
  • 2 EL gemahlener Mohn
  • 2 Clementinen
  • Zimt
  • Nüsse nach Wahl
  • Süße nach Wahl

Zubereitung:

  1. Haferflocken und Mandeldrink kurz aufkochen, Hitze abdrehen und zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen.
  2. Mohn zufügen und nach Belieben süßen.
  3. Clementinen schälen und teilen.
  4. Das Porridge auf zwei Schälchen aufteilen, mit Zimt bestreuen, die Clementinenspalten darauf verteilen und nach Belieben mit Nüssen garnieren.

Noch ein Frühstück mit Mandarine findest du im Beitrag Overnight Oats mit Apfel und Mandarine.

Rezept: Herbstsalat mit Satsumas

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 Häuptelsalat (zum Beispiel Grazer Krauthäuptel)
  • 3 Satsumas
  • 1 Apfel
  • 150 g Feta
  • 4 EL Olivenöl
  • 4 EL Balsamicoessig
  • Salz, Pfeffer, Kräuter nach Wahl

Zubereitung:

  1. Häuptelsalat waschen, putzen, in Streifen schneiden und in eine große Schüssel füllen.
  2. Satsumas schälen und teilen.
  3. Apfel waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden.
  4. Für die Vinaigrette Olivenöl und Balsamicoessig verrühren und mit Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken.
  5. Obst mit dem Salat mischen und mit der Vinaigrette vermengen.
  6. Auf zwei Teller verteilen, den Feta darüberbröseln und nach Belieben mit Kernen und Samen garnieren.

Rezept: Satsuma-Schichtdessert

Zutaten für 3 bis 4 Gläser:

  • 250 g Topfen
  • 100 g Naturjoghurt
  • 3 Satsumas
  • 1 Vanilleschote
  • Saft einer halben Zitrone
  • Süße nach Wahl

Zubereitung:

  1. Topfen und Naturjoghurt gut verrühren und nach Belieben süßen.
  2. Die Vanilleschote halbieren, das Mark auskratzen und in die Creme mischen.
  3. Satsumas schälen, teilen und in ein hohes Gefäß füllen. Zitronensaft zufügen, mit dem Stabmixer fein pürieren und bei Bedarf etwas süßen.
  4. Abwechselnd Satsuma-Mus und Topfen-Joghurt-Creme in die Gläser schichten, bis alles aufgebraucht ist.
  5. Bis zum Verzehr kühl stellen und mit ein paar Satsuma-Spalten garnieren.

Jetzt kennst du die Unterschiede zwischen Satsuma, Clementine und Mandarine. Probiere die Sorten nebeneinander aus, um den feinen Geschmacksunterschied zu entdecken.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Mandarine und Clementine?

Die Mandarine ist die ursprüngliche Art mit dunkelorange Schale, Kernen und herbem Geschmack. Die Clementine ist eine Kreuzung aus Mandarine und Bitterorange, süß-säuerlich und hat wenige oder keine Kerne.

Ist die Satsuma eine Mandarine?

Streng genommen nicht. Sie ist eine Kreuzung verschiedener Mandarinensorten aus Japan, fast kernlos und süßer als die Clementine.

Wann haben Mandarinen Saison?

Mandarinen sind bei uns von Oktober bis Jänner erhältlich, Clementinen werden von November bis Jänner geerntet.

Welche Frucht hat die wenigsten Kerne?

Die Satsuma, sie enthält sehr selten Kerne.

Aktualisiert im Oktober 2026.